Kinderspielplatz im Neubaugebiet „An der Simonstiftung“ durch aktive Kinderpartizipation

Geschrieben am 09.04.2026
von Thomas

35 Kinder aus dem Neubaugebiet „An der Simonstiftung“ haben sich am

07. April mit der Frage auseinandergesetzt, wie der neu anzulegende

Spielplatz im Wohngebiet aussehen soll.

Im Zentrum der ersten Beteiligung für den Kinderspielplatz an der

Simonstiftung stand dabei die Frage „Was wollen wir erleben?“

Moderiert wurde der Tag durch Maren Näth, Amt für Tiefbau und

Stadtgrün, Frau Nadine Bläsig, Stadtjugendpflegerin und Frau Rosemarie

Gemba vom beauftragten Planungsbüro.

Bürgermeister Klaus Saemann und Stadtbaurat Florian Hahn konnten sich

vor Ort nach einer kurzen Begrüßung von dem begeisterten Eifer der Kinder

überzeugen, welche zunächst das zukünftige Spielplatzgelände erforscht

und nach Materialen gesucht haben, die sie dann später am Tag für den

Bau ihrer Modelle verwenden wollten. Insgesamt war der Tag ein voller

Erfolg. Die Kinder haben in mehreren Gruppen sehr vielfältige Modelle

gebaut, die vor allem den Räumen für „Spiel und Bewegung“ und

„Naturerlebnis und Artenschutz“ zugeordnet werden konnten. Besonders

häufig war der Wunsch nach einer Seilbahn die viele Gruppen in Ihr Model

integriert haben. Außerdem wurden Hügel mit Rutschen, Tunnel und kleine

Höhlen mit Verstecken in den Modellen gebaut. Wichtig waren den Kindern

aber auch Lebensräume für Insekten wie Käfer und Bienen, für die Sie in

ihren Modellen „blühenden Bäumen“ „Blumen Wiesen“ und

„Trinkstationen“ gebaut haben. Ruhebereiche wurden mit vielen

schattenspendenden Bäumen und Sträuchern so wie überdachte Sitzplätze

ausgestattet.



Wie geht es weiter?

Die am häufigsten vorkommenden und umsetzbaren Ideen werden nun in

die Planung aufgenommen. So kann den Kindern ein demokratischer

Prozess nähergebracht werden:

• Die Mehrheit gibt die Richtung vor.

• Nicht jeder Wunsch kann berücksichtigt werden.

• Grundlage für die „Hitliste“ ist die Einordnung der Ideen in vier

Natur-Erlebnis-Räume (NER):

Räume für Spiel und Bewegung / für Naturerlebnis und Artenschutz

/ für Ruhe und Kommunikation und für Kunst und Kreativität.

In einem Folgetermin wird den Kindern ein Entwurf vorgestellt, der auf

ihren Ideen aus dem Modellbau basiert. Die Kinder können dann noch



einmal ihre Anregungen und Anmerkungen dazu abgeben.

Ziel ist die Entwicklung eins Natur Erlebnis Spielplatzes. Bei einem solchen

Spielplatz wird auf große Spielgeräte verzichtet, stattessen wird auf

Erdmodellierung von Hügeln und Mulden mit Wegen gesetzt. Steine und

Baumstämme laden zum Klettern ein. Bäume und Sträucher bieten

Versteckmöglichkeiten. Insekten und deren Lebensräume können entdeckt

werden.



Wenn Planung und Ausschreibung im Zeitplan umgesetzt werden können,

wird es für die Kinder in den Herbstferien einen Mitmachtag beim Bau

geben.

Ziel ist eine höhere Identifikation und Wertschätzung der Kinder mit dem

Ort