Sehnde nimmt Hitzeschutz ernst: Stadt legt Hitzeaktionsplan vor

Geschrieben am 02.04.2026
von Thomas

Fachausschuss berät am 13. April über kommunale Strategie zum Schutz vor Hitzewellen

Heiße Sommer, tropische Nächte, lange Trockenphasen – was früher die Ausnahme war, gehört inzwischen auch in Sehnde zum Alltag. Die Stadt hat darauf reagiert und in den vergangenen Monaten einen kommunalen Hitzeaktionsplan erarbeitet. Das Konzept wird nun als Beschlussvorlage (Nr. 2026/0818) in den politischen Beratungsprozess eingebracht: Am 13. April 2026 befasst sich zunächst der Fachausschuss Stadtentwicklung und Umwelt mit dem Plan, bevor er im April dem Verwaltungsausschuss und dem Rat der Stadt Sehnde zur Abstimmung vorliegt.

Der Hitzeaktionsplan wurde vom Fachdienst 4.1 auf Grundlage des Leitfadens der Region Hannover erarbeitet und verfolgt das Ziel, gesundheitliche Risiken durch Hitze zu minimieren und die Erarbeitung von langfristige Anpassungsstrategien einzuleiten. Besonderes Augenmerk gilt dabei besonders betroffenen Gruppen: In den 15 Ortsteilen beheimatet Sehnde sieben Schulen, 21 Kindertagesbetreuungen und einige Seniorenresidenzen und große Kranken- und Pflegeeinrichtungen. „Dies sind Einrichtungen für Menschen, die bei Hitze besonderen Schutz benötigen und in der Klimaanpassung in Sehnde berücksichtigt werden müssen,“ sagt Klimaanpassungsmanagerin Dr. Miriam Becker.

Diese Berücksichtigung wurde bereits im Entstehungsprozess des Hitzeaktionsplans durch eine Beteiligung der Öffentlichkeit auf dem Bergfest 2025 und durch direkte Gespräche mit Vertreter*innen der betroffenen Einrichtungen verfolgt. Die Erkenntnisse aus diesen Gesprächen sind in den Hitzeaktionsplan eingeflossen oder werden im Konzept zur nachhaltigen Klimaanpassung aufgegriffen, welches sich derzeit in der Ausarbeitung befindet.

Das Konzept verdeutlich die Relevanz des Themas auf drei Ebenen: saisonvorbereitende Maßnahmen wie z.B. Informationskampagnen, Hitzepatenschaften und die Prüfung einer Bereitstellung von Sonnencremespendern in öffentlichen Gebäuden; eine klar definierte Kommunikationskaskade in der Stadt für den akuten Hitzefall, die auf den Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) basiert; sowie langfristige planerische Strategien, die im Rahmen des städtischen Klimaanpassungskonzepts aufgenommen werden.

„Dieser Plan ist mehr als ein Verwaltungsdokument – er ist ein gemeinsames Versprechen: Wir übernehmen Verantwortung füreinander und für die Zukunft unserer Stadt", betont Bürgermeister Olaf Kruse.

Die Beschlussvorlage mit dem vollständigen Hitzeaktionsplan ist ab sofort im Ratsinformationssystem der Stadt Sehnde öffentlich einsehbar. Die abschließende Beschlussfassung durch den Rat ist für den 29. April 2026 geplant. Die Beratung des aktuellen Entwurfs ist für den 13. April 2026 geplant – bis dahin können Sehnder*innen Hinweise, Anregungen oder Rückmeldungen direkt an die Projektverantwortlichen richten:

Per E-Mail an klimaschutz@sehnde.de oder über die Kontakte auf der Homepage http://www.sehnde.de/hitze. Weitere Informationen zum Konzept zur nachhaltigen Klimaanpassung und natürlichem Klimaschutz für die Stadt Sehnde finden sind unter http://www.sehnde.de/klimaanpassung abrufbar.